
Lippen können sich innerhalb weniger Stunden trocken, rau oder gespannt anfühlen – obwohl die Haut direkt daneben völlig normal ist.
Das liegt nicht nur am Wetter.
Unsere Lippen unterscheiden sich tatsächlich deutlich von der normalen Gesichtshaut.
Lippen haben eine schwächere Schutzbarriere
Die äußerste Hautschicht bildet normalerweise eine wichtige Barriere. Vereinfacht gesagt hilft sie dabei, Wasser in der Haut zu halten und sie gleichzeitig vor äußeren Einflüssen zu schützen. Hautlipide spielen dabei eine entscheidende Rolle.
An den Lippen funktioniert diese Barriere allerdings weniger effektiv.
In Untersuchungen wurde an der Lippenoberfläche eine deutlich geringere Fähigkeit festgestellt, Wasser zurückzuhalten. In einer Studie war der gemessene Wasserverlust über die Lippen sogar fast dreimal so hoch wie über die Wangenhaut.
Das erklärt, warum Lippen vergleichsweise schnell trocken und rau werden können.

Dazu fehlt ein Teil des natürlichen Fettfilms
Normale Haut wird zusätzlich durch Hautfette geschützt, die unter anderem aus den Talgdrüsen stammen.
An den Lippen sind jedoch praktisch keine Talgdrüsen vorhanden. Dadurch fehlt dort ein Teil dieses natürlichen Schutzes.
Kommt dann noch kalte Außenluft oder trockene Heizungsluft hinzu, merken wir das häufig besonders schnell an unseren Lippen.
Warum Lippenlecken alles noch schlimmer machen kann
Wenn die Lippen trocken werden, passiert etwas fast automatisch:
Man fährt mit der Zunge darüber.
Kurz fühlt sich das angenehm an. Dauerhaft kann genau das jedoch kontraproduktiv sein. Wenn der Speichel anschließend verdunstet, können die Lippen noch trockener werden. Dermatologen empfehlen deshalb ausdrücklich, trockene Lippen möglichst nicht ständig abzulecken, daran zu knabbern oder Hautschüppchen abzuziehen.
Was braucht trockene Lippenhaut?
Bei Lippenpflege geht es deshalb nicht einfach darum, die Lippen irgendwie „nass“ zu machen.
Pflegende und okklusive Bestandteile können einen Film auf der Oberfläche bilden und dabei helfen, den Wasserverlust zu reduzieren. Dermatologen empfehlen bei trockenen Lippen unter anderem reichhaltige Salben bzw. Lippenpflege und raten gleichzeitig dazu, Produkte zu vermeiden, die bereits gereizte Lippen zusätzlich reizen.
Auch ein Brennen oder Kribbeln nach dem Auftragen ist übrigens nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass ein Produkt besonders gut wirkt. Es kann vielmehr auf eine Reizung hindeuten.
Weniger ist manchmal mehr
Gerade weil die Lippen so empfindlich sein können, lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe einer Lippenpflege.
Eine möglichst komplizierte Rezeptur ist dabei nicht automatisch die bessere.
Entscheidend ist vielmehr, welche Aufgabe die einzelnen Bestandteile erfüllen und ob die Formulierung zur empfindlichen Lippenhaut passt.
Genau mit dieser Frage beschäftigen wir uns momentan auch bei BELLIS LaPURE – denn aktuell entwickeln wir unsere eigene Lippenpflege.
Mehr dazu gibt es bald. 🌼

Hinweis: Anhaltend stark trockene, entzündete, schmerzhafte oder immer wieder einreißende Lippen können unterschiedliche Ursachen haben und sollten gegebenenfalls medizinisch abgeklärt werden.
0 comments