Warum manche Hautstellen schneller trocken werden als andere


Trockene Hände, raue Ellenbogen oder schuppige Schienbeine – während sich die Haut nur wenige Zentimeter daneben völlig normal anfühlt.

Komisch eigentlich. Schließlich gehört alles zu derselben Haut.

Der Grund: Unsere Haut ist nicht an jeder Körperstelle gleich aufgebaut und wird im Alltag ganz unterschiedlich beansprucht. Genau deshalb kann auch die passende Pflege je nach Hautstelle unterschiedlich aussehen.

Haut ist nicht überall gleich

Unsere Haut erfüllt am ganzen Körper dieselbe wichtige Aufgabe: Sie schützt uns vor äußeren Einflüssen und hilft dabei, Feuchtigkeit im Körper zu halten.

Trotzdem gibt es regionale Unterschiede. Je nach Körperstelle unterscheiden sich unter anderem Hautdicke, Anzahl der Talgdrüsen und die tägliche Belastung.

Das erklärt, warum manche Stellen schneller trocken oder rau werden als andere.

Hände: unsere Dauerarbeiter

Unsere Hände haben es nicht gerade leicht.

Wir waschen sie, desinfizieren sie, greifen Dinge an, arbeiten damit und setzen sie Kälte, Wind oder Reinigungsmitteln aus. Gleichzeitig befinden sich an den Handflächen keine Talgdrüsen.

Besonders häufiges Waschen kann außerdem Hautfette entfernen. Deshalb können Hände relativ schnell trocken und rau werden.

Praktisch: Nach dem Händewaschen gut abtrocknen und bei Bedarf nachpflegen. Bei Reinigungsarbeiten können geeignete Handschuhe zusätzlichen Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln reduzieren.

Ellenbogen und Knie: Druck macht einen Unterschied

Ellenbogen und Knie werden ständig gebeugt, aufgestützt und durch Kleidung beansprucht.

An solchen Stellen ist die Haut stärkerer Reibung und mechanischer Belastung ausgesetzt. Die äußere Hautschicht kann dadurch kräftiger wirken und sich schneller rau oder trocken anfühlen.

Hier darf Pflege deshalb häufig etwas reichhaltiger sein. Statt große Mengen zu verwenden, reicht es oft, gezielt eine kleine Menge auf die raue Stelle aufzutragen.

Schienbeine: überraschend oft trocken

Die Schienbeine gehören zu den Körperstellen, an denen trockene Haut besonders auffallen kann.

Ein Grund dafür: In diesem Bereich gibt es vergleichsweise wenige Talgdrüsen. Kommen heißes Duschen, trockene Luft oder häufiges Einseifen hinzu, kann sich die Haut dort schnell trocken oder gespannt anfühlen.

Ein einfacher Trick: Beim Duschen nicht jede Körperstelle jedes Mal intensiv einseifen, wenn es gar nicht notwendig ist. Anschließend die Haut sanft abtrocknen statt kräftig zu rubbeln.

Und das Gesicht?

Hier wird es genau andersherum interessant.

Im Gesicht – besonders an Stirn, Nase und Kinn – befinden sich viele Talgdrüsen. Deshalb kann beispielsweise die Nase eher glänzen, während sich die Wangen gleichzeitig trocken anfühlen.

Selbst innerhalb des Gesichts kann die Haut also unterschiedliche Bedürfnisse haben.

Das zeigt ziemlich gut, warum „eine Pflege für alles“ nicht für jeden Menschen automatisch die beste Lösung sein muss.

Was bedeutet das für deine Hautpflege?

Eigentlich etwas ziemlich Einfaches:

Beobachte deine Hautstelle – nicht nur deinen Hauttyp.

Eine raue Stelle am Ellenbogen braucht möglicherweise etwas anderes als die Stirn. Trockene Hände werden anders beansprucht als die Haut am Bauch. Und manchmal benötigt auch nur eine einzelne Stelle zusätzliche Pflege.

Statt den ganzen Körper möglichst reichhaltig einzucremen, kann es deshalb sinnvoll sein, Pflege gezielt dort einzusetzen, wo die Haut sie gerade braucht.

Für einzelne trockene oder raue Hautstellen kann beispielsweise eine reichhaltige, wasserfreie Salbe praktisch sein, weil bereits eine kleine Menge gezielt aufgetragen werden kann.

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Kleiner Hinweis: Anhaltend sehr trockene, stark gerötete, juckende, schmerzhafte oder entzündete Haut kann unterschiedliche Ursachen haben und sollte bei Unsicherheit medizinisch abgeklärt werden.

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