
Auf Kosmetikprodukten begegnet uns Jojobaöl ziemlich häufig. Der Name klingt zunächst nach einem klassischen Pflanzenöl wie Oliven-, Sonnenblumen- oder Mandelöl.
Chemisch betrachtet gibt es allerdings einen überraschenden Unterschied:
Jojobaöl ist eigentlich ein flüssiges Wachs.
Und genau das macht diesen Rohstoff für Hautpflege so interessant.
Eine Wüstenpflanze mit besonderen Samen
Jojoba – botanisch Simmondsia chinensis – ist ein mehrjähriger, trockenheitsresistenter Strauch. Besonders interessant sind seine Samen: Sie enthalten große Mengen des Stoffes, den wir als Jojobaöl kennen. Untersuchungen beschreiben einen Wachsanteil von ungefähr 50 % des Samengewichts.
Nach der Gewinnung entsteht eine goldgelbe Flüssigkeit, die aussieht und sich verwenden lässt wie ein Öl.
Chemisch ist sie jedoch anders aufgebaut.

Warum Jojobaöl eigentlich Jojobawachs heißen müsste
Klassische Pflanzenöle bestehen hauptsächlich aus sogenannten Triglyceriden. Bei Jojoba sieht das anders aus.
Nach Angaben des Cosmetic Ingredient Review besteht Jojobaöl zu etwa 97 % aus Wachsestern – Verbindungen aus langkettigen Fettsäuren und Fettalkoholen.
Deshalb wird in der Fachliteratur häufig von „liquid wax“ – flüssigem Wachs – gesprochen.
Dass wir trotzdem „Jojobaöl“ sagen, liegt also vor allem daran, dass der Stoff bei Raumtemperatur flüssig ist und äußerlich wie ein Öl wirkt.
Ein weiterer Vorteil: Jojoba ist erstaunlich stabil
Dieser besondere chemische Aufbau hat noch eine interessante Folge.
Jojoba weist eine vergleichsweise hohe Oxidationsstabilität auf. Vereinfacht gesagt bedeutet das: Es ist gegenüber oxidativen Veränderungen besonders widerstandsfähig. Untersuchungen führen das unter anderem auf seine Zusammensetzung aus überwiegend langkettigen, einfach ungesättigten Wachsestern und den sehr geringen Anteil mehrfach ungesättigter Bestandteile zurück.
Das ist gerade für kosmetische Formulierungen eine interessante Eigenschaft.

Und was macht Jojoba auf der Haut?
In Kosmetik wird Jojoba unter anderem in Pflegeprodukten und Feuchtigkeitscremes eingesetzt. Auch dermatologische Fachliteratur beschäftigt sich seit Jahren mit seinen Eigenschaften und möglichen Anwendungen auf der Haut.
Für uns ist dabei vor allem eines wichtig:
Wir betrachten Jojoba nicht als irgendeinen „Wirkstoff“, der Hautprobleme heilen soll. Es ist vielmehr ein hochwertiger Bestandteil einer pflegenden kosmetischen Formulierung.
Und genau deshalb passt es gut zu einer bewusst reduzierten Rezeptur.
Warum steckt Jojobaöl in unserer Gänseblümchensalbe?
Bei der Entwicklung unserer Gänseblümchensalbe wollten wir keine möglichst lange Zutatenliste.
Wir wollten verstehen, welche Aufgabe jeder einzelne Bestandteil erfüllt.
Unsere Rezeptur besteht deshalb nur aus:
Jojobaöl · Gänseblümchenblütenextrakt · Bienenwachs
Jojoba bildet dabei die flüssige Grundlage unserer wasserfreien Salbe. Dazu kommen Bellis perennis als botanischer Bestandteil und Bienenwachs für die charakteristische Konsistenz.
Drei Zutaten – jede mit ihrer eigenen Aufgabe.
→ BELLIS LaPURE Gänseblümchensalbe entdecken

Ein Öl, das eigentlich keines ist
Jojoba zeigt ziemlich schön, warum sich ein zweiter Blick auf die Inhaltsstoffe von Kosmetik lohnt.
Hinter einem unscheinbaren Begriff wie „Jojobaöl“ steckt nämlich ein Rohstoff, der sich chemisch deutlich von vielen klassischen Pflanzenölen unterscheidet.
Und genau solche Details finden wir spannend.
Denn eine überschaubare Zutatenliste bedeutet für uns nicht, dass die Inhaltsstoffe langweilig sein müssen – sondern dass wir wissen möchten, warum sie überhaupt in unserer Rezeptur stecken.
0 Kommentare